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Arbeitsgemeinschaft Städtepartnerschaft

Seit dem Jahre 2003 gibt es unsere AG-Städtepartnerschaften. Wir – inzwischen 15 Frauen und Männer – treffen uns ein Mal im Monat an einem Samstagvormittag in den Räumen der Lebenshilfe. Uns interessiert, wie Frauen und Männer mit Behinderung in Tübingens Partnerstädten ihren Lebens- und Arbeitsalltag gestalten. Deshalb suchen wir den direkten Austausch mit Betroffenen. Es ist nicht einfach, Kontakt zu Initiativen von Frauen und Männern mit Behinderung in den Partnerstädten zu finden.


Wir bauen – unterstützt von Assistenz – Brieffreundschaften auf. Wir reisen in die Städte und Länder unserer neuen Freundinnen und Freunde. Wir besuchen uns gegenseitig und tauschen unsere Erfahrungen aus.


Uns interessiert natürlich auch, wie in Europa – aber auch weltweit – die Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Männern mit Behinderung politisch vertreten werden. Wo können wir unsere Wünsche einbringen, wo finden sie Gehör?

 

Was wir bisher gemacht haben: Hier eine kurze Übersicht:

16.-18.5.2003 „Zur Idee von Europäischen Städtepartnerschaften“ An einem Wochenende in Erpfingen haben wir die europäischen Partnerstädte von Tübingen kennengelernt und ganz persönliche Briefe geschrieben.
Danach... Alle, die an einer AG interessiert waren, trafen sich wieder. Wir nahmen Kontakt zur Theatergruppe SNUG in Durham auf. Durham ist eine Partnerstadt von Tübingen in Großbritannien. Wir haben Briefe an die Frauen und Männer von SNUG geschrieben. Als SNUG einen Besuch bei uns in Tübingen ankündigte, haben wir uns ein Wochenprogramm ausgedacht.
2.-8.5.2004 Die Frauen und Männer von SNUG aus Durham besuchten uns in Tübingen.
22.7.2004 Besuch des Europa-Parlaments in Straßburg: Wir haben der Europa-Abgeordneten der CDU, Frau Jeggle, unsere Fragen und Wünsche vorgetragen. Wir haben das Europa-Parlament kennengelernt.
Danach... Vorbereitung unserer Reise zu SNUG nach Durham. Wir erarbeiteten, was wir alles sehen und kennenlernen wollten: Wie wohnen und arbeiten die Leute von SNUG? Wie ist das englische Essen? Was gibt es in einem Supermarkt? Wie kommen wir mit der englischen Sprache zurecht? Was wollen wir in der Stadt Durham anschauen?
Ostern 2005 Wir besuchten SNUG in Durham, Großbritannien ...
2006 Wir informierten uns über andere europäische Partnerstädte der Stadt Tübingen. Wir lernten über einen Bilder-Vortrag die Situation in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Russland / Pedrosawodsk kennen. Es gab den Wunsch, eine Gruppe von Frauen und Männern mit Behinderung aus Aix-en-Provence, unserer Partnerstadt in Frankreich kennenzulernen. Silvia Le Gloru vermittelte Kontakt zur Initiative EXISTER in Peypin. Wir schrieben Briefe an die Frauen und Männer von EXISTER. Wir bereiteten eine Reise dorthin vor und überlegten, was wir diesmal sehen und kennenlernen wollten: Wir wollten wissen, wie die Frauen und Männer dort wohnen und was sie arbeiten. Wir wollten der Gruppe dort uns und unsere Arbeit vorstellen. Wir wollten die Stadt Aix-en-Provenceund ihre Umgebung kennenlernen. Wir entwickelten Wünsche, wie und wo wir übernachten wollten ...
31.3.-7.4.2007 Wir besuchten EXISTER in Peypin und wohnten im „Pierre et Vacances City Centre“ in Aix-en-Provence, Frankreich ...
weitere Aktivitäten 2007 Wir informierten uns über:
  • Ann Arbor, Tübingens Partnerstadt in den USA ...
  • Villa el Salvador, Tübingens Partnerstadt in Peru
  • und suchen noch Kontakte zu Initiativen dort ...
Wir schrieben Briefe an Frauen und Männer von EXISTER

Sonnige Septemberwoche in Petrosawodsk

Uff! Geschafft! Bus, Flug, Flug, Bus, U-Bahn, Zug und Auto. So kommt man in die Tübinger Partnerstadt Petrosawodsk. Das klingt nicht nur anstrengend - das ist auch anstrengend. Dafür empfindet man auch, dass man weit weg ist von Tübingen und dass Russland riesengroß ist. Es war aber gerade Sinn und Zweck der Reise herauszufinden, ob eine solche Freizeit für eine größere Reisegruppe der Lebenshilfe möglich ist. Die sieben Testpersonen haben deshalb nicht immer den einfachsten Weg gewählt. Fazit: Es geht. Für die lange Anfahrt bekommt man eine Stadt zu sehen, die nicht touristisch geprägt ist. Wir haben auf unseren Streifzügen und bei Einrichtungs- sowie Familienbesuchen erleben können, wie die Menschen in diesem Teil Russlands leben. Was ist das Besondere an einer solchen Reise? Ganz einfach: Wenn man nicht von einem touristischen Sightseeingprogramm abgelenkt ist, dann kann man sich Zeit für die Menschen nehmen, die dort leben. (Uwe Kaiser)