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Rückblick auf den Aktionstag am 5. Mai 2021

Unter dem Motto „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ fand am 5. Mai der diesjährige Protesttag der Aktion Mensch statt. Ziel der Aktion ist, sich für eine inklusive Gesellschaft stark zu machen. Auch die Lebenshilfe Tübingen war dabei.

Der 5. Mai ist traditionell der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Jedes Jahr laden zahlreiche Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe zu vielen verschiedenen Aktionen ein, um auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam zu machen. Dieses Mal lautete das Motto: „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ Es ist ein Aufruf an alle Menschen, Missstände aufzudecken, Teilhabe-Barrieren sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte einzusetzen – für mehr Miteinander statt Nebeneinander. Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie, haben unzählige Menschen neue Wege gefunden, um weiterhin Corona konforme Aktionen und Projekte umzusetzen.

 

Um für das Thema Inklusion zu sensibilisieren und zu zeigen, was jede*r tun kann, war die Lebenshilfe Tübingen e.V. am 5. Mai 2021  mit einem Infostand in der Innenstadt von Tübingen dabei.  Dort macht sie sich für eine inklusive Gesellschaft ohne Barrieren stark – mit Bannern, regionalen Forderungen und Aktionsmitteln für Passanten.
„Mit unserer diesjährigen Aktion wollten wir zeigen, dass wir durch gemeinsames Engagement unsere Zukunft inklusiv gestalten können. Deshalb laden wir alle dazu ein, sich für ein barrierefreies Miteinander in Tübingen einzusetzen“ sagte Ralf Kümper , Geschäftsführer der Lebenshilfe Tübingen.

Viele der Passanten blieben an unserem Stand stehen und informierten sich über die einzelnen Anliegen der Menschen mit Behinderung. Auch Dr. Daniela Harsch in ihrer Funktion als Bürgermeisterin für Soziales, Ordnung und Kultur, sowie Uwe Seid (Leiter Fachabteilung Sozialplanung und Entwicklung, Beauftragter für Inklusion) kamen an den Stand der Lebenshilfe. „Wenn man zwei gesunde Beine hat, kann man sich oft nicht vorstellen, wie beschwerlich der Alltag für Menschen mit Behinderung sein kann. Deshalb muss man die Menschen für mehr Barrierefreiheit sensibilisieren“, sagte Sozialbürgermeisterin Dr. Daniela Harsch. Sie tauschte sich am Stand mit Betroffenen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Lebenshilfe Tübingen e.V. aus.
Am Stand konnten sich Interessierte Beispiele anschauen, wie Inklusion in den Alltag integriert werden kann, beispielsweise durch spezielle Symbole in Bussen. Aber auch Beispiele von Hürden, vor denen die Betroffenen stehen, wie kompliziert geschriebene Anträge und Formulare. „Wir überarbeiten in diesem Jahr das Handlungskonzept „Barrierefreie Stadt Tübingen“. Dazu schreiben wir Ideen auf, was sich in Tübingen für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit verändern soll. Im Juli wird es dazu Workshops für Menschen mit Einschränkungen geben. Ihre Perspektive ist uns wichtig“, erklärte der städtische Inklusions-Beauftragte Uwe Seid.

Ein positives Fazit zog am Ende des Protesttages Katja Seibold vom Orga-Team der Lebenshilfe: "Trotz des zum Teil sehr schlechten Wetters war die Stimmung am Stand super und das Interesse der Tübinger Bevölkerung groß. Wir haben hoffentlich bei vielen Menschen das Thema Barrierefreiheit wieder ins Bewusstsein gerufen und zum Nachdenken angeregt."

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Mitwirkenden und besonders bei der Aktion Mensch für die Unterstützung bei der Durchführung des Aktionstages.

Kontakt:

>>>Johanna Kreutmayr (Öffentlichkeitsarbeit)

>>> Katja Seibold (Koordination Ehrenamt)