1958
Eltern und Fachleute gründen den Verein „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind“ mit Sitz in Marburg.

1961
Am 25. September wird die Ortsgruppe Tübingen der Lebenshilfe gegründet.

1962
Die Lebenshilfe Tübingen bringt einen „Kindergarten für geistig Behinderte“ auf den Weg, den ersten in weitem Umkreis. Träger ist zunächst die Stadt Tübingen.

1965
Der Verein gründet in Zusammenarbeit mit der Stadt Tübingen eine Sonderschule für bildungsschwache Kinder, eine der beiden ersten im Land. Diese wird später vom Landkreis weitergeführt.

1967
Die Lebenshilfe baut eine beschützende Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Tübingen auf. Aufgrund seiner besseren Rahmenbedingungen tritt 1976 der „Freundeskreis“ in Gomaringen als Träger ein.

1976
Der Verein startet in der Köllestraße ein regelmäßiges Freizeit- und Bildungsangebot für erwachsene Menschen mit Behinderung im Landkreis Tübingen.

1992
Das Freizeit- und Bildungszentrum in der Friedrich-Dannenmann-Straße 69 ist fertig gestellt und kann bezogen werden.

1994
Der neu aufgebaute Kinder- und Jugendbereich entwickelt integrative Freizeit angebote für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Der Verein nennt sich „Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Tübingen e.V.“

1995
Wohnangebote für Menschen mit Behinderung. In Tübingen-Kilchberg wird eine integrative Wohngemeinschaft eröffnet, in der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam leben!

In Tübingen-Kilchberg wird ein Haus angemietet, in dem Menschen mit und ohne Behinderung in einer Wohngemeinschaft leben.

Einzelassistenz wird ins Angebot aufgenommen.

1999
Die Lebenshilfe Tübingen beginnt mit der Begleitung zu Angeboten anderer Vereine und verstärkt die Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern..

2000
Das Ambulant betreute Einzelwohnen kommt zum Wohnangebot hinzu.

Der Verein stellt sich neu auf. Er gibt sich eine Geschäftsführung und passt die Zuständigkeiten von Vereinsführung und Beschäftigten den gewachsenen Aufgaben an.

2001
Die Lebenshilfe Tübingen startet das Projekt „Berufliche Bildung“, gefördert von der Aktion Mensch. Durch Beratung und Praktika mit Job-Coaches werden für junge Erwachsene mit Behinderung die Möglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erkundet und genutzt.

2003
Die Berufliche Bildung wird im Anschlussprojekt „Hand in Hand für mehr Beschäftigung“ weitergeführt.

Das Kunstprojekt „LebensART – Kunst im öffentlichen Raum für Menschen mit und ohne Behinderung“ kann zunächst für ein Jahr finanziert werden.

2004
In Zusammenarbeit mit dem Johann-Gottlieb-Fichte-Haus findet ein erstes vierwöchiges ambulantes Wohntraining statt.

2006
Start des Wohnprojekts „Mittendrin“. Der Verein erwirbt in der Herrenberger Straße drei Wohnungen. Dort und in drei weiteren Wohnungen können elf Menschen mit zum Teil hohem Hilfebedarf und vier Menschen ohne Behinderung in einer integrativen Hausgemeinschaft zusammenleben und am Leben im Stadtteil teilhaben.

2007
Das Kooperationsprojekt JOB FIT dient der ambulanten Qualifizierung im Berufsbildungsbereich mit dem Ziel einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die Paul-Lechler-Stiftung verleiht der Lebenshilfe Tübingen einen Preis für das Projekt „Willkommen“ – Teilhabe für Menschen mit Behinderung und Migrations-Hintergrund“.

2008
Der Verein mietet im Handwerkerpark Räume für die Arbeitsbereiche Wohnen und Berufliche Bildung an.

Das Kunstprojekt LebensART kann durch einen Anteil an der aufgelösten Othmar-Fritsch-Stiftung wieder aufgenommen werden.

Start des Projekts AKQUA (Akademie für Qualifikation und Arbeit) im Rahmen des Europäischen Sozialfonds, unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Soziales.

2009
Das integrative Wohnangebot in Kilchberg wird durch Anmietung des Nachbarhauses erweitert.

Satzung und Organisationsstruktur des Vereins werden den erweiterten Aufgaben und Zielsetzungen angepasst.

2010
Vorstand und Geschäftsführung planen neue Angebote für ältere Menschen mit Behinderung und Kinder mit hohem Hilfebedarf.

Künstlerinnen und Künstler der Lebenshilfe stellen in der Volkshochschule Tübingen und im Haus am Nepomuk in Rottenburg ihre Arbeiten aus.

Die Lebenshilfe eröffnet das Café Bohne in der Volkshochschule Tübingen.

2011
Der Verein feiert sein 50-jähriges Bestehen mit einer Reihe von Aktionen: Er gibt ein Jubiläumsmagazin heraus und eröffnet das Jubiläumsjahr mit einem Festakt im Sparkassen Carré.

Eine Ausstellung in der Kulturhalle zeigt je 15 Werke von Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung als „Kunst im Dialog“.

2012
Das Projekt „Willkommen“ für Menschen mit Migrationsgeschichte wird ausgeweitet. „Gemeinsam Barrieren überwinden“ bietet auch Treffs und Beratung für Familien.

In Kilchberg entsteht eine neue Hausgemeinschaft als eine weitere Form des ambulant betreuten Wohnens. Die damals erste integrative WG in Kilchberg zieht aus.

Die Stadt Tübingen wird für ihre Sommerfreizeitangebote für Kinder mit und ohne Behinderung ausgezeichnet. Die Lebenshilfe übernimmt dabei die Assistenz.
Künstlerinnen und Künstler der Lebenshilfe stellen auf Einladung des Bundesbehindertenbeauftragten in Berlin aus.

Die Lebenshilfe ist Sozialpartner bei der Sportgala der TSG Tübingen und beim Entenrennen.

2013

Die Lebenshilfe arbeitet intensiv an ihrem Corporate Design und die neue Homepage geht online.

Die Stadtwerke Tübingen starten eine Blutspendeaktion, deren Erlös in die Ferienangebote der Lebenshilfe fließt.

„Eindrucksvoll-Ausdrucksstark“ – die neue Kunstausstellung der Lebenshilfe Tübingen wird im Regierungspräsidium gezeigt.

2014

Dank einer größeren Spende wird im Raum Rottenburg die Vereinsbegleitung für Kinder und Jugendliche intensiviert und von einer dafür eingestellten Fachkraft weiterentwickelt.

In Kilchberg wird in einer Wohnung des ehemaligen "Haus Core" eine neue WG gegründet.

Nach einem Hagelsturm muss das Dach der Lebenshilfe komplett saniert werden. Die Lebenshilfe wächst weiter und zusätzliche Räume werden im Handwerkerpark angemietet.

Das Projekt "Gemeinsam Barrieren überwinden" ist so innovativ und erfolgreich, dass es auf der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Lebenshilfe in Berlin vorgestellt wird.

Die Ehrenamtliche Arbeit wird weiter gestärkt und ausgebaut.

Zusammen mit der Tübinger Puppenbühne spielt die Kunstgruppe der Lebenshilfe „Kasperl und das Drachenschwert“ auf der Kulturnacht.
Gerhard Beutelspacher von Kunst in der Lebenshilfe gewinnt mit seiner Arbeit „Flucht aus Syrien“ einen Anerkennungspreis beim „Lothar-Späth-Förderpreis“.  Dank der großzügigen Unterstützung von KARTOPLAN erscheint „Tübingen auf dem Vesperbrett“.

2015

Der Verein startet einen Organisationsentwicklungsprozess in dessen Folge werden unter anderem die Bereiche neu organisiert und Bereichsleitungen benannt.

Die Lebenshilfe Tübingen erstellt Richtlinien zur Prävention und Umgang mit Sexualisierter Gewalt.

Zum dritten Mal fördert die Firma Bitzer die Arbeit der Vereinsbegleitung für Kinder und Jugendliche im Rottenburger Raum.

Die Kunstausstellung „Heiter bis Wolkig“ wird im Klosterhof Kusterdingen eröffnet. Die Lebenshilfe präsentiert die Ausstellung „Alles geritzt“ in der Reutlinger Citykirche und „Kunst in Streuobstwiesen“ in Wendelsheim. Das erste Lesefrühstück in einfacher Sprache findet in der Stadtbücherei Tübingen statt.

Das Haus der Lebenshilfe wird renoviert und das Café Bohne in der vhs geschlossen. Die Lebenshilfe startet ein neues Wohnprojekt in Tübingen auf der Wanne.

Die Angebote der Einzelassistenz werden immer weiter ausdifferenziert.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Tübingen –Ann Arbor reist die Lebenshilfe mit einer Gruppe in die USA.

Die Laufgruppe der Lebenshilfe läuft einen neuen Rekord beim Spendenlauf der Stadtwerke Tübingen.

Im Dezember wird das 25 jährige Jubiläum im Austausch mit der Lebenshilfe Jena gefeiert.

Die Finanzierung für die Fortsetzung des Arbeitsbereiches "Willkommen-Familien mit Migrationshintergrund" wird gesichert.

Die Lebenshilfe Tübingen e.V. wird Mitglied im Netzwerk DEMENZ.

2016

Im Zuge der Organisationsentwicklung werden Kompetenzen und Verantwortlichkeiten neu geregelt und eine Geschäftsordnung erstellt.

Ingeborg Höhne-Mack wird als Vorsitzende der Lebenshilfe Tübingen e.V. zum Neujahrsempfang von Bundespräsident Joachim Gauck eingeladen.

Café Bohne Mobil – der besondere Cateringservice der Lebenshilfe wird bei unterschiedlichen Veranstaltungen gebucht.

„Was bedeutet Heimat?" – Teilnehmer*innen von Willkommen beteiligen sich bei der Tübinger Kulturnacht. Kunst in der Lebenshilfe Tübingen präsentiert die Ausstellung  „Menschen, Tiere Sensationen“ von Klaus Digel in Dußlingen und Heidrun Kühbauchs Werke sind bei "Eigen-Art" in der Stadtbücherei Tübingen zu sehen.

Das Verbandsjugendblasorchesters Neckar-Alb begeistert mit seinem Benefizkonzert.
Die Lebenshilfe ist erneut Sozialpartner beim Tübinger Kirnberglauf des TSV Lustnau.

2017

Das Leitbild der Lebenshilfe Tübingen - auch in leichter Sprache – wird verabschiedet. Wesentlicher Bestandteil sind Forderungen nach der Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen, unabhängig auch von der Schwere ihrer Behinderung oder Beeinträchtigung.

Die neue Satzung tritt in Kraft. Aus der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Tübingen e.V. wird die Lebenshilfe Tübingen e.V..

Das nächste inklusive Wohnprojekt Gleis 1 entsteht im neuen Wohngebiet am Güterbahnhhof.

"Ansichtssache – Kunst im Dialog" wird im Landratsamt Tübingen eröffnet. Die Musik- und Theatergruppe MiXiT aus Tübingens Partnerstadt Durham in England besucht die Lebenshilfe zum zweiten Mal und begeistert wieder mit einem Konzert.

Stargeigerin Anne-Sophie Mutter verleiht Lothar Späth Kunstpreis an Yasmin Calabretti von Kunst in der Lebenshilfe Tübingen für ihr Werk „Selbst-Antwort an Martin“. Benjamin Kölbel gewinnt beim Literaturwettbewerb „Der Wortfinder“.

Die Geschäftsstelle der Lebenshilfe zieht um in den Handwerkerpark 7.

Die Öffentlichkeitsarbeit wird weiter entwickelt und neue Infomaterialien erstellt. Die ersten Lebenshilfe-Filme erscheinen auf youtube.

Ingeborg Höhne-Mack wird mit einem Fest als langjährige Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe verabschiedet. Uta Schwarz-Österreicher übernimmt als Nachfolgerin den Vorsitz.

Der Liederkranz Hirschau gibt ein Weihnachtskonzert zugunsten der Lebenshilfe.

2018

Ein Qualitätsmanagementsystems wird eingeführt und die AZAV-Trägerzulassung als Grundlage für den Bereich Berufliche Bildung und Arbeit erworben.

Die Stadt Tübingen übernimmt erstmals die Anstellung von Menschen mit Behinderung, die bis dahin von der Lebenshilfe beruflich qualifiziert und begleitet wurden.

Das Projekt "Frieda" – Aufbau eines inklusiven, soziokulturellen Begegnungszentrums im Bildungs-Haus der Lebenshilfe wird in Angriff genommen.

Mit mehreren Veranstaltungen ist Kunst in der Lebenshilfe beim Tübinger Bachfest 2018 vertreten. Sieh "Bach – Bildnerische Variationen" mit über 80 Kunstwerken von 35 Künstlerinnen mit und ohne Behinderung wird in der Tübinger Kulturhalle präsentiert.

2019

Die große "Narren Party – Feiern für den guten Zweck" der Schlosszunft Tübingen steigt zugunsten der Lebenshilfe.im Tübinger TOP 10.

Kunst in der Lebenshilfe Tübingen präsentiert in Kilchberg die Einzelausstellung von Gottfried Rathfelder "Von Engeln, Märchen und Träumen".  Mit "Ganz plastisch" beteiligt sich die Lebenshilfe beim Kreativwettbewerb zu Teilhabe statt Ausgrenzung.

"Sieh Bach – Bildnerische Variationen" werden zum 334. Geburtstag Bachs am 21.03.2019 im Bachhaus in Eisenach ausgestellt. Die Ausstellung ist so erfolgreich, dass sie verlängert wird.  

Gleich drei Texte von Teilnehmenden der Lebenshilfe werden beim Literaturwettbewerb "Die Wortfinder" prämiert.

Migration, Flucht und Behinderung – die Lebenshilfe Tübingen organisiert die landesweite Netzwerkkonferenz Baden-Württemberg unter dem Motto "So kann Integration und Inklusion gelingen".

2020

Dr. Ralf Kümper übernimmt in der Nachfolge von Jens Fäsing zusammen mit Antonie Platz die Geschäftsführung.

Notwendige Stellen für die Öffentlichkeitsarbeit und Ehrenamtskoordination werden geschaffen.

Eine neue inklusive Wohngemeinschaft auf der Wanne wird eröffnet.

Die Lebenshilfe engagiert sich beim ersten Inklusionssporttag in Tübingen.

Im Frühjahr und Frühsommer müssen aufgrund der Corona-Pandemie alle geplanten Freizeit- und Bildungsangebot, sowie Veranstaltungen ausfallen. Alternativangebote werden entwickelt.

Kunst in der Lebenshilfe beteiligt sich am Maskenwettbewerb des Schwäbischen Tagblattes. Die Kustausstellung "Spitzfindig – geritzt – gefärbt, gedruckt" wird im Stadtteiltreff Wanne gezeigt.

Gleich mehrere Preisträger*innen der Lebenshilfe gibt es sowohl beim Literaturwettbewerb "Die Wortfinder", dem Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung, als auch beim "Lothar Späth Förderpreis" (-darunter der erste Platz für Heike Schäfer mit "Winterbachrondo").

Die Lebenshilfe bildet in Heilerziehungspflege aus und gratuliert zum ersten erfolgreichen Ausbildungsabschluss.

In Rottenburg wird ein neues Beratungsangebot „Migration und Behinderung“ ins Leben gerufen.